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Zwillingscraft
DM Marathon und Tegernsee  
Zwillingscraft Mountainbike Team

07.06.09

Pechsträhnen und Glücksmomente

In nicht ganz kompletter Formation war das Kochler Zwillingscraft-Team bei der Deutschen Marathon Meisterschaft in Garmisch Partenkirchen an den Start gegangen. Leider fiel der vermeintlich stärkste Elite-Racer schon vor dem Rennen aus und Teamleaderin Sandra Klose darf nach der doch komplizierteren Knie-OP erst im nächsten Jahr wieder richtig schnell fahren. Mit Peggy Klose und Claudia Till hatte das hellblaue Team aber doch sehr starke Fahrerinnen auf die 101 km lange, technisch völlig langweilig-anspruchslose DM-Strecke von Garmisch Partenkirchen geschickt. Claudia Till rangierte auf Rang drei, als ein Sturz sie für einige Minuten außer Gefecht setzte. Die Traunsteinerin zeigte Moral und fuhr trotz Blessuren und mit defektem Rad als 9 ins Ziel. Peggy Klose vermisste die Trails sehr stark und wurde achte.
Auch in diesem Jahr gab es während der Marathon-DM der Frauen Ärger. Ohne Disqualifikation wegen „Windschattenfahren“ hinter extra dafür engagierten  Männern hätte eine Straßenrennfahrerin die Leichtigkeit der „Forstautobahnen“ genutzt und gewonnen.  So gewann die olympiaerprobte Nationalfahrerin Adelheit Morath aus Freiburg. Zweite wurde eine Lokalmatadorin und Uphillexpertin, Barbara Kaltenhauser aus Gaißach. Kaltenhauser  ist in unglaublich guter Form - sie hatte niemand auf der Rechnung.   

Die Herren von Zwillingscraft rangierten lange unter den besten fünfzehn. Jürgen Kreibich kommt immer besser in Form. Der Sieger des Weilheimer 12-Stunden Rennen finishte als 20. Michael  Schuchardt kam als 24. ins Ziel von Garmisch, Stefan Grorcak hatte einen super Tag und landete mit Christian Eckart (Sturz und kleine Defekte) auf 29 und 30. Christian war sehr enttäuscht, wollte viel mehr erreichen, auch Florian Thaller war mit den Mittelfeld-Rang 32 eher unzufrieden.

Das Team hat bewusst alle Rennfahrer auf die Langdistanz geschickt. Teamintern sind die Startplätze für die Transalp Challenge zu vergeben. Fünf Rennfahrer haben Chancen, nur zwei Zweierteams gehen an den Start - die Auswahl wird schwierig.

Genau deshalb mussten sie am folgenden Tag wieder an den Start der Mittel- oder Langdistanz am Tegernsee. Zum einen ist diese Doppelbelastung bestes Training für die Wettfahrt über die Alpen, und zum anderen eben: „Wir wollen feststellen, welche Fahrer im Team die Belastbarsten für die TAC sein werden."

Peggy Klose gewinnt Tegernsee Marathon – Schuchardt wird Zweiter

Peggy Klose fährt auf jeden Fall mit Claudia Till. Letztere konnte am Sonntag zwar wegen der Verletzungen nicht an den Start, aber der Zwilling war im schwierigen Gelände des Tegernsee Marathons souverän. Peggy Klose hat den Titel auf der mittleren Langdistanz C wieder in die Familie geholt. Im letzten Jahr war Sandra hier erfolgreich. Die entscheidende Attacke gelang der schnellen Bikerin im schweren Singeltrail vom Wallberg. Ganz deutlich zeigte Klose ihre Qualität für Etappenrennen im Gelände. „Das macht einfach Spaß, und dann bin ich doppelt schnell!“

Michael Schuchardt ist nach der deutschen Meisterschaft am Vortag auf der kürzeren Mitteldistanz B gestartet. Gleich nach dem Start hat er sich zusammen mit Ruppert Palmberger an die Spitze des Feldes gesetzt und gemeinsam erarbeiteten sie einen beachtlichen Vorsprung. Im Zielsprint musste sich Michael Schuchardt, der ja am Vortag auch auf der langen Strecke unterwegs war, ganz knapp geschlagen geben, freute sich aber trotzdem riesig über Rang zwei.

Christian Eckartwar ebenfalls auf dieser Strecke unterwegs, und stand erneut nicht unter den glücklichsten Radl-Stern:  Nach dem ersten langen steilen Berg allein nur 20sek hinter dem Führungsduo suchte er vollgas den Anschluss, doch da fuhr ihn ein aufgefahrener Hobbyfahrer der vorherigen Strecke fast vom Rad – er stürzte zwar nicht, doch der andere, und Christian stieg ab, um nach ihm zu sehen. Die gut einminütige Aktion kostete ihm dann wohl Rang drei, der Münchner wurde Vierter. „Bei allem Leistungssport- und –druck, da kann man nicht vorbeifahren – schade nur, dass anscheinend nicht alle das so sehen und voll vorbeiziehen. Fairplay lässt grüßen“. Doch die Form war heute gut, besser als gestern gar – seltsam, der Kerl…

Thaller, Gorscak und Kreibich waren auf der mittlerlen Langrunde C unterwegs. Alle drei fuhren ein nach der Belastung am Samstag souveränes Rennen unter den ersten zehn. Jürgen Kreibich fiel später leider noch wegen Defekt aus. Der Youngster Florian Thaller rollt sich nach absolviertem Abi weiter auf der Langstecke ein. Steffan Gorscak fuhr sowohl bei der DM als auch am Tegernsee ein sehr starkes Rennen


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