

Das Zwillingscraft Mountainbike Team konnte beim größten europäischen Bikefestival im italienischen Riva del Garda überzeugen.
Mit zwei Podiumsplätzen, einem Sieg auf der Kurzdistanz sowie einige sehr beeindruckende Leistungen auf der „Ronda Extrema und GRANDE“ konnten wir absolut zufrieden sein.
Beim Gardasee Marathon starten über 3000 Biker auf drei unterschiedliche Distanzen. Traditionell ist die gesamte Elite am Start. Der Gardasee Marathon ist das wichtigste Event neben der Transalp Challenge - alle Teams reisen mit den Topathleten und großem Betreuer- Stab an.
Auf der 53 Kilometer langen und mit 1700 Höhenmetern gespickten „Kurzdistanz“ setzten sich gleich zwei der Zwillingscraft Racerinnen gegen starke Konkurrenz aus dem Lager der Cross Country Bikerinnen durch. Claudia Till feierte einen überlegenen Sieg, Peggy Klose nutzte den langen und schweren Downhill vom Monte St. Giovanni und landete überraschend auf Rang drei. Damit verwiesen die beiden gleich mehrere Topathletinnen, die von der olympischen Distanz kommen auf die Plätze neben dem Podium. Schon bevor der Tölzer Michael Schuchard von der 87 Kilometer langen „Ronda Grande“ zurück kam, stimmte also das Mannschaftsergebnis für das hellblaue Team. Micha war überglücklich. „Rang fünf beim Gardasee Marathon, bei dieser Konkurrenz - das ist ein Wahnsinn.“ Die Teamkollegen Kreibich und Gorcak landeten auf Rang elf und achtzehn.
Unterdessen kämpfte der junge Rosenheimer Florian Thaller und Christian Eckart auf der "Extrema-"Strecke. Von den 3500 Höhenmetern war schon einiges in den Beinen des einundzwanzigjährigen Youngsters, der neben dem Bikesport gerade an seinem Abitur bastelt. Thaller überraschte sich und die Teamleitung mit offensivster Fahrweise. Als zwölfter war er zwischen den erfahrenen und sehr erfolgreichen Langstreckenspezialisten Platt, Strobel, Sahm und Co. auf die letzte Schleife abgebogen. Auch der Münchner Christian Eckart kam immer besser in Tritt, nach Problemen im Mittelteil bog er trotzdem sehr beherzt auf die Königsschleife ein und kämpfte sich zu Flo, der derweil aus der Weltelite-Gruppe herausgefallen war, vor und zog vorbei. Während der letzten ganz langen Abfahrt, deren schottriges Gestein nicht nur dem Zwillingscraft Team schon einmal eine Treppchenplatzierung gekostet hatte, fuhr der junge Held Flo sich auch noch einen Plattfuß ein. „Der Schnitt im Reifen war zu groß für die Milch“ und Thaller musste flicken, bevor er sich sich mit Krämpfen und völlig enttäuscht ins Ziel der 105 Kilometer langen Ronda Extrema quälte.Thaller verlor hinten raus fast 17 Minuten und kam als 34 ins Ziel. Christian Eckart finishte mit starkem Finale noch auf auf Rang zwanzig dieses super Starterfeldes. Gemeinsam saßen sie im Ziel, und der der junge Rennfahrer Flo konnte erst nach einigen Stunden wieder lachen. „ Er hat hier und heute gesehen wo er hin gehört. Unter die besten auf der Langdistanz. Mit einundzwanzig und neben der Prüfung fürs innerhalb einem Jahr absolvierte Fachabitur“.
Das Zwillingscraft Team blickt nach diesen Leistungen optimistisch in Richtung Marathon DM, die am 6. Juni in Garmisch Partenkirchen stattfindet.
