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Zwillingscraft
  
Zwillingscraft Mountainbike Team

07.05.09

Noch zwei Siege!

Auch Marco musste durch seine Prüfungsvorbereitung für die Augen-
optikerausbildung etwas kürzer treten und suchte eine Renngelegen-
heit in der Nähe. So führte er das hellblaue Trikot bei unsern tschech-
ischen Nachbarn im Kurort Karlsbad aus. Doch Urlaubsstimmung wollte 
nicht so recht aufkommen. So testete Marco schon 90 Minuten vor 
dem prophezeiten Start seinen Maximalpuls, als man ihm an der 
Anmeldung erklärte, dass es in genau 10 Minuten los geht. Doch
auch hier sind die Landsmänner kompromissbereit und es blieb 
wenigsten Zeit sich in die Kluft zu werfen. Nachdem er sich dank 
einiger tschechischer Fahrern durch die Sprachbarrieren durchge-
kämpft hatte, stand einem abenteuerlichen Rennen nichts im Wege.
 "Man kommt sich total verloren vor, wenn man einfach nicht versteht,
was die Leute sagen", kommentierte Marco den Wettkampf. So 
machte sich die Taktik bezahlt, mit offenen Augen im Feld zu fahren,
denn eine Möglichkeit, die technisch anspruchsvolle Runde abzu-
fahren, gab es durch den Zeitsprung nicht. Laut Auskunft standen
der Zieleinfahrt drei große und sowie drei kleine Runden im Weg. 
Durch das harte Vorbereitungstraining auf das kommende Bundes-
ligawochenende wollten die neuen Laufräder (Ein Dankeschön an 
die Firma Tune und Alex Weishaupt) auf tschechischem Boden 
anfangs nicht richtig in Fahrt kommen. Doch als nach der ersten 
Runde die Milch ihre Rotationsgeschwindigkeit erreicht hatte, konnte 
nur noch Vojta aus dem lokalen Meridateam die Trikotwerbung aus 
der Nähe erkennen. Auch durch Tempowechsel, Bremsfehler und 
unverantwortlich schnelles Abfahrtstempo war das grenzübergreifende
Duo nicht zu trennen. Nach 3 Runden, vielen Höhenmetern und 70 
Rennminuten auf der Uhr, beendeten die beiden die dritte große 
Schleife um schnell noch die kleinen Runden abzuspulen. 
Gequält mit dem Gedanken über den geeigneten Ort, um aus 
dem Führungsduo ein Soloritt zu machen, überquerte Marco als 
erster die Ziellinie. " Ich wollte gerade nach Luft schnappen, um neu
durchzustarten, da wurde mir auf mindestens zwei Sprachen zu 
verstehen gegeben, dass ich endlich anhalten und mich als Gewinner
ablichten lassen sollte. Das war mir mehr als recht, denn so konnte 
ich meine letzten Körner für Saalhausen aufheben und musste den 
Lokalmatador nicht herausfordern. Schließlich konnte ich mich mit 
gutem Gewissen auf das mittlere Treppchen stellen und zusammen
mit meinen Mitstreitern die Böhmischen Backwaren 
genießen", so unser Dresdner Rennpferd. 

Michael Forster war derweil eher in der Heimat unterwegs, beim XC 
im niederbayrischen Abendsberg (Obi-Cuo) war er nicht zu halten und 
er siegte souverän in der Juniorenklasse. "es war ein recht einfaches 
Rennen für mich, technisch wie von der Besetzung her - aber sowas 
ist ja auch mal schön. Außerdem startete ich mit der Elite zusammen, 
so war es dann schon interessant."
Am Sonntag ging es dann für ihn gleich weiter nach Schönsee zum 
OTV-Cup, ein Uphill mit 4,5 Km und 300 Hm - Laktat Hallo! U17, 
Michas U19 und die Elite gingen gemeinsam an den Start, und Micha 
ging gleich mal vorn raus. Kurz vor dem Ziel attackierten dann seine 
drei Mitstreiter der Führungsgruppe dann aber doch zu unbarmherzig, 
Michael konnte das hinterrad der Elitefahrer aber noch halten, dran 
vorbei ging es aber nicht mehr.

Alles in allem waren die zwei Rennen für ihn sicher eine gute 
Vorbereitung auf die nächste Woche, wo die XC-Bundesliga in 
Saalhausen Halt macht. Dort wird es in allen Klassen wieder richtig 
rund gehen mit internationalen Spitzenfahrern aus dem World-Cup-
Zirkus. Marco Schätzing und Christian Eckart werden dort, sie beim 
Elite-Rennen, übrigens auch am Start sein. 

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