In den Jahren 2009/2008/2007/2006/2005/2000/2001
standen die Racer des Teams auf dem Transalp-Podium. Sandra Klose ergatterte 3 Siege und einen zweiten Rang, Peggy Klose zwei Siege und einen zweiten Plätze bei dem härtesten Rennen des Mountainbike Sports...
2009
gab es Stress dem Team blieb aus unglaublichem Grund der Podiumsplatz verwehrt.
Die Hellblauen erwiesen sich als Kämpfer und punkteten mit Etappen-Erfolgen und der zweitschnellsten Zeit. Die Twins standen schon drei mal gemeinsam auf dem Podium und mit der Transalp begann auch die Zwillingscraft Story...
Betreuerbericht der Zweite:
Der zweite Internabericht der Zwillingscraftbetreuer kommt aus der medizinischen Abteilung, und zwar aus dem Blickwinkel des Physiotherapeuten. Genauer gesagt bin ich, Matthias Gschwendtner Heilpraktiker aus Lenggries, der Ersatz vom Ersatzphysio des Teams. Meine Transalpchallange 07 startete recht spontan durch eine Anzeige des Teams in der „bike-sport news“, einem kurzen Kennenlernen mit Sandra und Peggy und einer Testbehandlung ca. drei Wochen vor dem Start in Mittenwald. Meine Patienten reagierten teils mit Kopfschütteln oder Achselzucken aber auch mit Begeisterung auf meinen kurzfristigen Arbeitsurlaub und der damit geschlossenen Praxis. Meine Frau meinte dann auch noch ihr wäre die Betreuung des Seniormaster Teams wesentlich lieber – und ich wusste eigentlich selber nicht so recht was da auf mich zukommen wird. Da stand ich nun in Mittenwald, mit der Aufgabe ein Team zu betreuen, ohne es richtig zu kennen, geschweige denn, dass dieses meine Behandlungsmethoden kannte was eigentlich das riskantere Unterfangen war – zumindest für das Team. Am Startort war die Stimmung locker und gelöst und ich wurde zwischen Pedalplattenmontage und Bremsbelagtausch richtig nett von der Pensionswirtin und dem Team aufgenommen. Bei Brotzeit und Weißbier wurde mein Tätigkeitsfeld abgesteckt. Ich sollte eine Verpflegungsstelle auf der Strecke und am Nachmittag Regenerationsmassagen und Behandlung sonstiger Wehwehchen der Teammitglieder übernehmen – hört sich eigentlich recht überschaubar an. Von wegen, ziemlich bald stellte sich heraus, dass gerade dieser „läppische“ Verpflegungspart für mich Psychopein pur bedeutete – bin ich rechtzeitig da – hab ich die Sachen dabei die gebraucht werden – auf wen der anderen Teamcracks soll ich noch warten oder wen hab ich heute wieder übersehen – welche unserer Konkurrenten darf ich mitverpflegen, welche besser nicht? Aber auch die immer bangen Fragen, ob die gestern behandelten Blessuren den Quälereien standhalten, ob sich die fein säuberlich eingestellte Wirbelsäule auch beim nächsten Sturz wieder gerade richtet oder ob Magenwände überhaupt dafür ausgelegt sind Tonnen von pappigen Gels verwerten zu können, ohne durchzubrechen, jagte mir den Angstschweiß literweise auf die Stirn. Am Ziel angelangt, erst mal ein Check der Hardware: Schürfwunden im Bein- oder Armbereich? Wie ist der Bewegungsablauf, sind schon irgendwelche Beschwerden zu erkennen? Dann die Software: Blick in die etwas leeren Augen und die gelungene Frage: Wie ist es gelaufen, wie fühlt ihr euch? Später die Situationsanalyse mit Blick auf die Ergebnistafel und der beruhigenden Erkenntnis, dass unser Gesamtpaket heute wieder mal das überlegene war (wie eigentlich immer). An den Nachmittagen ging es dann ans Behandeln. Oberste Priorität hatte natürlich der Regenerationsbereich. Besonderes Augenmerk galt Verhärtungen, Überbeanspruchungen und Entzündungsstellen der Beinmuskulatur, die penibelst „rausgearbeitet“ wurden, um sich keine Schwachstellen für die nächsten Etappen einzufangen. Haltungsbedingt überlastete Regionen, wie der Schulter/Nackenbereich wurden mitversorgt, Highlights und Fehler in der Renntaktik besprochen und die Abendgarderobe für die Pastaparty abgestimmt. Da es keine schlimmeren Beschwerden im Zwillingsreich gab, bemühten sich die beiden, mein medizinisch-naturheilkundliches Können/Wissen zu testen. Weiblicher Fantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt! Von der Migräne bis zur Mandelentzündung vom Halux bis zum Magendruck und von der Skoliose bis zu Kindheitstraumen, alles wurde abgefragt und von mir leider nur lückenhaft beantwortet. Für mich interessant war die ultraschnelle muskuläre Regeneration der Zwillinge, die über die Dauer des Rennverlaufs immer effektiver wurde. Verschleißerscheinungen wie bei einem solchen Etappenrennen üblich, waren weder im physischen noch im psychischen Bereich auszumachen. Und die körperliche Verfassung am Ziel in Riva war fast beängstigend gut. Vermutlich haben vor allem die extrem gute Laune, die Lachattacken, Nachmittagswurstsemmeln, das Bier am Abend und der ZwillingsTeamspirit zur außergewöhnlich schnellen Regeneration beigetragen.
Fazit: Nur das beste Team kann auch mit einem ErsatzErsatzPhysio gewinnen! Mir hat´s riesig Spaß gemacht, hoffentlich passt es mal wieder. Mein Vorschlag für in ein paar Jahren: Felix und ich fahren die Transalp und ihr könnt zeigen, dass ihr nicht nur das beste Fahrerteam, sondern auch geniale Betreuer seid!