Was war passiertOlympia 2004 Der Versuch – ZwillingscraftDie Überraschung Transalp Sieg 2006 / 2007 / … UnterMountainbikern sind die Twins als außergewöhnliches und sehr erfolgreiches Duobekannt, immer strahlend. Die Fachwelt war entsetzt, als dieProfimountainbikerin Sandra Klose plötzlich beschloss, gemeinsam mit ihrerZwillingsschwester Peggy – die den Sport nur hobbymäßig betrieb, bis dato keineRennen absolvierte und die ein +40 Stunden Job im Vertrieb einer Medizintechnikfirmadrückt, das weltweit größte, längste und härteste Mountainbike- Etappenrennen zubestreiten. Eine Vision, Mut dazu. Der Nationalmannschaft hat Sandra für dieTransalp Challenge 2005 einfach abgesagt. Es wurde belohnt, absolut verblüfft warman dann vom zweiten Platz des kuriosen Teams „Zwillingscraft“. Nochmehr überraschte, dass sie sich mit dem Spruch: „Wir wollen 2006 gewinnen“nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hatten. Wieder belächelte man das Duo imVorfeld. "Wir haben tatsächlich die Transalp Challenge 2006 gewonnen. AlsZwillings- team. Und konnten es lang selbst nicht glauben." Nun gibt es beiuns weitere Pläne. Das Team Zwillingscraft möchte unter anderem beimEtappenrennen Cape Epic in Südafrika starten. „Selbstverständlich wollen wirauch dort erfolgreich sein, wir haben aber auch noch viele andere große Pläne. Mitunserem Team Zwillingscraft“ DieErfolgsstory riss auch 2007 nicht ab: wieder der Sieg bei der Transalp! Dabeiwurde die Konkurrenz immer größer und zudringlicher – aber auch die Twinshatten sich in den Jahren weiterentwickelt und professionalisiert. Freuen wiruns auf 2008… Was war bisher passiert – ein detaillierter Rückblick Jahr2000. Sandra gewinnt gemeinsam mit Andrea Michels Smith die TransalpChallenge.Eine der Supporterinnen des Teams war Schwester Peggy, die Sandra auf ihremweiteren Weg in der Welt des Mountainbikesports immer begleitete undunterstützte. Während der TransalpChallange 2000 feierten die ZwillingeGeburtstag. Am Start in Allhege gab es Torte vom Veranstalter, die Twinsstrahlten mit der Dolomitensonne um die Wette, und es entstand ein Traum. Dochdieser Traum musste noch lang warten. Sandrastartete erstmal in der Marathon- und Cross Country-Szene durch undqualifizierte sich 2004 für Olympia. Ohne Peggys Hilfe und ohne derHilfe des Partners wäre das nie möglich gewesen, denn: Sandra stand genau inder entscheidenden Phase für die Olympiaqualifikation ohne Team da. Das spätereGiant Team hatte offenbar die Zwillings-Stärke unterschätzt. Man traute es mehrden Männern des Teams zu, sich für Olympia zu qualifizieren. Falsch gedacht.Sandra hatte wie gewohnt ihre eigene Unterstützung und holte sich beim Weltcup inMadrid die geforderte Norm – nicht die Betreuer des BDR standen dabei an ihrerSeite, nein Peggy wechselte sich bei den Weltcups mit Sandras Partner MartinStahala ab. DieTransalpchallenge musste weiter warten, zumindest auf Peg. Sandra fuhr 2004 zuOlympiavorbereitung das Rennen über die Alpen. Peggy hatte aber stets Berührungmit der Transalp. Quasi als "fliegender Engel" musste sie Sandra nachder vorletzten Etappe in Naturns abholen, um sie wieder einmal kräftig zuunterstützen und vor allem Trost zu spenden. Der Schock: Sandra durfte trotzihrer Qualifikation für Olympia nicht mit nach Athen, musste stattdessen aufAnweisung des damaligen Teams schnellstens nach Polen zur Europameisterschaft.Durch eine Fehlentscheidung des Verbandes verfiel der dritte Olympia- startplatz,den sich die deutsche Bikerin hart erkämpft hatte. Sandra wurde drei Tage nachdieser Entscheidung Vize- europameisterin. Nach vielen schönen Erlebnissen,einigen großen Erfolgen und eben auch manchen bitteren Enttäuschungen,beschloss Sandra 2005 nun endlich mit Peggy bei der Transalp zu starten. Wie sooft kurzfristig, aus dem Bauch heraus und in der unmittelbaren Vorbereitung vonNacht- und Nebelaktionen begleitet. Im darauf folgenden Jahr im November entstand dasRennteam „Zwillingscraft“, in dem nicht nur Zwillinge starten sondern auch„Single Biker“ eine Plattform für Spaß und Erfolg haben. Grund- legen ist aberweiterhin ein ausgeprägter familiärer Charakter, das Team besteht aus lauter„Geschwistern im Geiste“. Es ist mittlerweile wohl zum größten Mtb-Team desLandes geworden, mit Elite-Racern, hoffnungsvollen Talenten sowie grandiosenSupportern. Ja, was die Twins anpacken, das wächst und blüht undstrahlt eben – nicht umsonst ist die Farbe Hellblau und die ein oder andereBlume Symbol des Teams.Interviews und Pressestimmen Bikesportnews schrieb nach dem zweiten Platz 2005: (25.07.05/kg) Sie waren ein besonders illustres Team derTransalp: Team Fujis Marathon-Expertin Sandra Klose hatte ihreZwillingsschwester Peggy, eine reine Hobbypilotin, als Partnerin. So gleichsich die beiden als Zwillinge sind, so ungleich sind sie theoretisch in dersportlichen Ausrichtung: Sandra ist eine der erfolgreichsten deutschenMarathon- und Cross-Country-Fahrerinnen und betreibt den MTB-Sportprofessionell, Peggy hingegen ist eine waschechte Hobbyfahrerin, die im Grundenur am Wochenende zum Spaß trainiert. Für die Transalp hatte sich Peggy zwaretwas gezielter vorbereitet, aber das tun andere teilnehmende Hobbyfahrer auch.Als besonderes Handicap kam aber hinzu, dass sich Peggy nur zwei Wochen vor demStart noch einen Muskelfaserriss zuzog. Umso erstaunlicher ist das Ergebnis desZwillingsduos auf den Fuji-Bikes: Fünfmal standen die Twins bei der Transalpauf dem Treppchen, dreimal war es der zweite Platz, zweimal der dritte. Und inder Gesamtwertung belegten die beiden den sensationellen zweiten Platz hinterdem überragenden Damenteam von Ghost International. Sandra Klose spricht überdas Erlebnis: »Peggy und ich haben uns riesig über diesen wirklich harterkämpften Erfolg gefreut. Team Zwillingscraft hat die Siegerinnen dervergangenen Jahre souverän geschlagen und sich zumindest in den Anstiegen oftkurz hinter den Weltcup-Profis Enocsson und Süss vom Team Ghost Internationalbewegt. Die Ghost-Ladys waren natürlich viel, viel stärker und haben absolutverdient gewonnen. Gratulation an das gesamte Team und Dank an dieGhost-People. Peggy ist allerdings wirklich Hobbyfahrerin mit augenscheinlichenDefiziten in den Abfahrten. Dafür ist sie am Berg mit jedem Tag stärkergeworden und hat riesigen Kampfgeist bewiesen. Wenn Peggy so trainieren würdewie die meisten anderen, hätte ich wahrscheinlich das Nachsehen. Respekt fürmeine Schwester. Sie hat mich jahrelang während der Rennen betreut und hattewährend dieser harten Transalp eine denkbar schwierige Position. Sie hat vielemeiner Worte gehört und umgesetzt, die harten und bösen Sätze aber schon wiedervergessen. Das ist „Zwillingscraft“. Unser Betreuerteam war auch einfach spitze. MechanikerFelix und Physio Andrea waren absolut neu im Rennzirkus und trotzdem extremgut. Keine Defekte, gute Beine, Spaß und Harmonie waren ebenso Grundlage zumErfolg. Wir hatten von Tag zu Tag mehr Fans unter den Mitstreitern. Peggyfühlte sich sogar komplett ´abgeschirmt´. Danke an alle, die geholfen undmitgefiebert haben.« PR-Text 2006: „Am Ende gab es nichts mehr zu deuteln: Mit großemVorsprung auf ihre Verfolgerinnen holten sich die beiden Zwillingsschwesternden Sieg beim Etappenrennen über die Alpen“ Bike2B schrieb 2006: Interview mit Sandra Klose Juli 2006 Sandra Klose hat zusammen mit ihrer Schwester Peggy zumersten Mal die Transalp Challenge gewonnen. Nach einem zweiten Platz 2005reichte es diesmal zum Sieg. bike2b sprach mit Sandra nach diesem großenTriumph. bike2b: Sandra, herzlichen Glückwunsch zudiesem Erfolg. Hattest Du damit vor dem Rennen gerechnet? Sandra Klose: Danke schön. Ich wusste vorher,dass ich eine super Form habe. Peggy und ich haben das ganze Training aufdieses Rennen abgestimmt, um endlich zu gewinnen. Peggy hat im Trainingbesonders die Abfahrten trainiert, da wir dort im letzten Jahr viel Zeitverloren hatten. Berghoch liegt uns ja eh. Von der Regeneration her hatten wirauch keine Probleme, daher wussten wir: Wenn wir die Abfahrten in den Griffkriegen, haben wir eine Chance. Dass es jetzt gleich geklappt hat, ist natürlichtoll. bike2b: Auf der fünften Etappe habt ihreinige Probleme gehabt und hättet fast das Leadertrikot an Schwing/Morathverloren. Was ist dort passiert? Sandra: Die Etappe war ziemlich hart mit anstrengendenTrails und Peggy ging es nicht so gut. Dazu hatten wir noch einen Defekt mitder Gabel. Ich konnte Peggy nicht ziehen auf den Trails, dafür waren diese zueng. Schwing und Morath hatten irgendwann zehn Minuten Vorsprung und ichwusste, dass Morath zum Ende hin einbricht. Ich wollte unbedingt, dass wir dieGesamtführung behalten, also habe ich Vollgas gegeben und am Ende hat es janoch knapp zur Verteidigung der Führung gereicht. bike2b: Nach dieser Etappe sind Schwing/Morathausgestiegen. Wie habt ihr das aufgenommen? Wusstet ihr dies vorher? Sandra: Nein, wir wussten es vorher nicht – waren abernatürlich erleichtert, dass sie nicht weiterfahren. Einen faden Beigeschmackhat die ganze Sache natürlich schon, gerade wie die beiden es dann nachherdargestellt haben, dass sie nur zum Training dabei waren etc. Ich mag diebeiden, aber das haben sie eigentlich nicht nötig. Das fand ich nicht so gut. bike2b: Nach dem Ausstieg der beidenkonntet ihr den Sieg einfahren. Wurde es auf den letzten Etappen einfacher? Sandra: Wirklich einfacher wurde es nicht, denn die beidenMädels aus Neuseeland und Australien haben auch richtig Druck gemacht. Wirhatten dann zwar einen großen Vorsprung, doch man weiß ja nie bei so einemRennen. Da kann alles passieren. bike2b: Die Transalp besticht immer auch durch eine großartigeLandschaft. Konntest Du dies auch ein wenig genießen? Sandra: Ich habe leider nicht wirklich viel gesehen. Ichmusste mich immer 100% konzentrieren und war viel beschäftigt. Zudem musste ichja immer wieder Peggy ziehen und dann konnte ich bei den schweren Trails nichtumhergucken. Man muss ja immer darauf achten, was auf der Straße liegt. 0 Wie entstand Zwillingscraft. Hier erfahren sie vieles über den Weg und die erstaunlichen Erfolge der Mountainbikerinnen Peggy und Sandra Klose. 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