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15. September 2009

Kämpfen: Oberammergau- und Val di Fassa-Marathon

 

Pleiten, Pech und Pannen – aber auch große Moral in Oberammergau: Peggy Klose trotz technischer Probleme Podium auf der Langdistanz - Christian Eckart mit langwierigem Platten aber dennoch Platz 9 der Langdistanz, und Jürgen Kreibich, ebenfalls mit Platten, 14. - FloThaller auf der Mitteldistanz 5. Micha Schuchardt beim UCI-C2-Marathon im Val diFassa 20. Same Proceedure as every year im Ammertal: Regen,Regen, Schlamm, Regen. Doch immerhin hatte es dazu nicht 4 Grad wie letztesJahr. Also kein Gejammer, und alle Hellblauen frohen Mutes rein in den steilen Startberg zum Pürschling. Zusammen mit ausgesuchter Gesellschaft, zu diesem Saisonende-Klassiker kommen noch einmal viele viele gute Rennfahrer hinter dem Ofen vor, die Leistungsdichte ist hoch. Flo Thaller war der hellblaue Mann für die Mittedistanz und schlug sich dort mit Platz 5 sehr wacker. Besonders in den schlammigen Abfahrten hatte unser Youngstar viel Spaß, wenn auch noch nicht im ersten Trail: Denn die Mitteldistanzler starteten nach der Langdistanz, und in der ersten Abfahrt hatten Flo und seine Mitstreiter sich also das hintere Feld der Marathonisti zu pflügen. Flo hatte besonderes Pech und kam einfach nicht vorbei an einigen überforderten Piloten. Das kostete viel Zeit. Unsere Frau für die Langdistanz wäre fast im Stress versunken die Tage, aber Peggy Klose ruderte sich frei, schnaufte einpaar Mal kräftig durch und dann auch den Pürschling rauf. „Optimale Rennvorbereitung ist was anderes, die Tage im Dauereinsatz und am Vorabend umhalb11 war der Start immer noch nicht klar – aber Sandra und ich haben ja gelernt, aus Nacht- und Nebelaktionen Gutes hervorzubringen…“ Der dritte Platzbelohnt Peggy - und umso mehr, als dass sie es auch wirklich nicht leicht hatte. In der letzten Runde begann ihr Schaltwerk zu spinnen - vielleicht durch einen Schlag, oder durch eine zu intensive Schlammpackung, man weiß es nicht. Aufjeden Fall wurde es immer schlimmer, und schließlich lief die Kette noch nichtmal mehr über die Schaltröllchen. Peggy hatte auch nur noch eineinhalb Gänge…aber biss sich durch! An Platz 2, der durchaus noch drin gewesen wäre, kam sie so aber freilich nicht mehr ran. Trotzdem das ist Top nach der Rennpause und dem Stress der letzten Tage... Pleiten, Pech und Pannen, die zweite und dritte: Ecki war stark drauf, kam in den Top 6 und mit komfortabler Lücke nach hinten den zweiten Berg hinauf, als er vom Rad musste: Platten (bergauf!). Kartusche rein, die Lattex-Milch dichtet nicht. Also nun das volle Programm mit Reifenflanke flicken, Schlauch rein, Pumpen per Hand (Kartusche jaschon weg). Nach geschlagenen 10 Minuten ging es weiter, nun jenseits von Platz25 liegend. Mit dem Prinzip „Wut nach vorn“ beeindruckte er Zuschauer wie Mitstreiter mit seiner fulminanten Aufholjagd und flog förmlich durch das Feld bis wieder vor auf Platz 9. Wäre das Rennen noch ein paar Kilometer länger gewesen..., Platz 6 war nicht mehr weit weg. Und ohne das Pech hätte zwischenPlatz 3 bis 5 alles drin sein können. Sehr schade. „Das knabbert an den Nervenund der Moral, es ist auch schon das zweite Mal in 3 Wochen – beim Vogtland-Marathon musste ich auf Platz 3 liegend ja auch schon einen Defektverkraften und sogar ganz aussteigen.“ Jürgen Kreibich griff auch einmal wieder ins Renngeschehen ein, er hatte sich seit der Transalp ja etwas zurückgezogen und sich seiner Gesundheit, Familie und Job gewidmet. „Aber wenn schon dann gleichlang“ sagte er und meldete sich vor dem Start, sicher als einziger..., trotz diesem Sauwetter von der Mitteldistanz noch auf die lange Strecke um. Jürgen rangierte bis ganz kurz vor Schluss noch auf Top10-Kurs, doch ein Platten in der letzten Abfahrt vereitelte dies und er musste sich mit dem 14. zufriedengeben. Auch bitter. Micha unser Sonnenschein derweil im sonnigenSüdtirol: Was für ein Rennen im Val di Fassa - ein spitzen Event, mit perfekter Strecke, vielenZuschauern und einer brutalen Besetzung. Die Startliste des UCI C2 Rennen bot einiges: de Bartolis, Longo, Felderer, Paez, Simoni, Pallhuber, Medvedev,Verbnjak,… und viele mehr, dazu ein paar wenige aber dafür genauso schwere Brocken aus GER und AUT… „Samstag habe ich mich gleich mal aufgemacht und bin den letzten Berg, von insgesamt vieren, abgefahren. Dort merkte ich gleich,dass auf diesem Kurs absolute Kletterfähigkeit und Technik gefragt ist - ohne kleines Kettenblatt geht nix“. Also ließ es unser Gewichtstuner dran und startete am Samstagmorgen im fast 500 Fahrer starke Block unter dem lauten Geräusch der Fernseh-Hubschrauber. Micha kam von Startplatz 61, doch reihte sichgleich zu Beginn des ersten 1200Hm-Berges gut vorne ein. Das Feld zerfiel sofort, Micha aber dran an so klingenden Namen wie Nimpf, Deho und GilbertoSimoni. „Das war schon ein motivierendes Gefühl.“ Bergauf bis zu 32%, 64 km mit fast 2800 hm, auch bergab war es Kampf und Qual pur: „absolutes Cross Country-Niveau,schwer, verblockt - aber es hat mir richtig Spaß gemacht, mich mit der italienischen Elite zu messen“. Am Ende kam Micha auf einen super 20. Rang, als bester Deutscher. „Damit habe ich echt nicht gerechnet und bin sehr stolz,einige sehr namenhafte Fahrer hinter mir gelassen zu haben.“ Der Sieg ging übrigensan den Kolumbianer Paez.

Große Moral und Podium, Pleiten, Pech und Pannen in Oberammergau: Peggy Klose trotz technischer Probleme Podium auf der Langdistanz - Christian Eckart mit langwierigem Platten aber dennoch Platz 9 der Langdistanz, und Jürgen Kreibich, ebenfalls mit Platten, 14. - Flo Thaller auf der Mitteldistanz 5. Micha Schuchardt beim UCI-C2-Marathon im Val diFassa 20.