0 Name: Jochen Coconcelli, in der Bikerszene auch „J-Master“genannt. Alter: fast 24Jahre jung Wohnort: Metzingen Rennerfahrung seit: 1998 Im Team seit: Anfang 2008 Rennerfolge: -Deutsche Meisterschaft Team 2003 Platz 3 -Deutsche Meisterschaft U23 2004 Platz 7 -Europameisterschaft Kluisbergen(Belgien) 2005 Platz 50 -Weltmeisterschaft Livigno (Italien) 2005 Platz52 -Weltcup Top 50 (U23) -Bundesliga Top 30 (Elite) -Mehrfache Top 5 Plätze bei UCI C2 Rennen -Nationalkader 2004-2006 (U23) -Landeskader BaWü von 2000-2007 Warum im Team: Ich bin ein Familienmensch und für mich ist es wichtig immerfür einen da zu sein wenn jemand Hilfe oder Unterstützung braucht. Genau dasfinde ich im Team Zwillingscraft wieder, hier ist jeder für jeden da egal waser für einen Job oder welche Stellung er hat. Die Teamgemeinschaftist eine große Familie und steht hinter jedem. Erfolge und Leistungen stehennicht immer im Focus, hier ist der Sportler noch ein Mensch. Und so wird manauch behandelt, man ist offen und ehrlich zueinander und auch Niederlagenwerden zusammen durch gestanden. Es wird viel gelacht und wir haben sehr vielSpaß zusammen. So sieht das Rezept für Erfolg aus! Studium und Rennen: Ein sehr gutes Thema und sehr wichtig darüber zu berichten.In vielen Teams heißt es immer: „wir sind Profis, wir fahren nur Rad!“ Leider ist es bei den meisten nur eine Traumvorstellung, dieRealität sieht ganz anders aus. Eine Hand voll Racer kann in Deutschland vomBiken leben, für die anderen bleibt da nicht viel über. Trotzdem stellen sichviele vor die große Lüge und behaupten Profi zu sein. Warum das alles? Es ist doch nicht schlimm etwas für seine Zukunft zu machenund den Sport trotzdem auszuüben. Ich selber habe im Jahr 2006 nur für den Sport gelebt. Habe dannaber gemerkt, dass mir etwas fehlt und ich meine Trainingsleistungen imWettkampf nicht abrufen kann. Man fühlt sich irgendwie leer und nackt. Währendder Schulzeit hat alles viel besser funktioniert, es war immer eine Kunst denTag zu planen aber trotz lernen fürs ABI und Training gab es Zeit für Freundeund Party. Für mich war es schon immer wichtig, den ganz normalenSchulweg zu gehen. Sportinternat, Notenverbesserungen und sonstige Vorteilewaren nie Gegenstand meiner schulischen Karriere. Und nach diesem Prinzip lebeund bike ich heute noch. Neben dem vielen Trainingsaufwand studiere ich nochMaschinenbau an der Fachhochschule Reutlingen. Studium ist aber mittlerweilePriorität geworden und zum erfolgeichen Studium gehört für mich der Sport dazu.Ohne frische Luft und „Auspowern“gehtauch im Studium nichts. Man kann sagen, alle beide Aktivitäten bündeln sich zueinem Packet welches Tag für Tag ganz verschieden bearbeitet wird. Einengeregelten Tagesablauf gibt es nicht wirklich. Der Stundenplan ist sehr unterschiedlichaber man kann Freiräume finden. In den Ferien bleibt dann oft mehr Zeit für daswichtige Training und die Bücher rücken etwas weiter in die Regalecke. Aber auchhier kommt das Zeitmanagement wieder zur Geltung. Ohne einen festen Plan undden disziplinierten Willen es auch einzuhalten geht es nicht. Ein kleines Beispiel lässt erahnen wie ein solcher Tagaussehen kann: Morgens steh ich 5:30 Uhr auf und dann geht der Tag los.Manchmal lerne ich, manchmal geht es aber auch schon zur ersten Trainingseinheit.Dann was essen und ab in die Vorlesung. Am Nachmittag gibt es entwederVorlesung oder Training. Das zweite kann dann auch mal bis abends 22 Uhr gehen,wenn im Sommer die Tage länger sind und200 Radkilometer auf dem Plan stehen. Vor den Prüfungen kommen dann noch2-3h Vorbereitungszeit dazu. Wochenenden sehen nicht viel anders aus, Training oderRennen. Den Rest der Zeit nehme ich zur Organisation. Die Freundin darf auchnicht zu kurz kommen und die Familie ist ebenfalls wichtig. Ohne diese Menschengibt es für mich keine Motivation. Manchmal frage ichmich: „Warum hat der Tag keine 30 Stunden?“Aber dann antworte ich mir selber: „Hab dochalles in 24 Stunden erledigt!“ Das ist ein „Profileben“, nämlich Profi auf demGebiet der Zeiteinteilung. Ich mache das weil ich Spaß an alle dem habe und dadurch einganz anderer Mensch bin. Viel lebensfroher und aufgeschlossener. Langeweile gibt esnicht! Es gibt immer etwas zu tun! Lieblingsfarbe: Hellblau (geht auch mit dezentem Blumemuster im Hintergrund) Tourempfehlung: Alle Single-Trails auf der Schwäbische Alb, rund ums Ermstal. Am besten einen Tag Zeit mitbringen, ein ordentliches Bikeund gutes Wetter. Beste Ride-Time: Montag bis Freitag ab 15 Uhr J!Niemals am Wochenende riden! Extratipp: Bei einem kalten Radler die Tour ausklingenlassen und den Sonnenuntergang genießen. Viel Spass dabei! Achtung Suchtgefahr, ich leide schon seit 10 Jahrendarunter! Trainingstipp: Qualität statt Quantität Ernährungstipp: An einer selber gemachten Pizza „Tonno“ und köstlichenSpaghetti „Arrabiata“ führt kein Weg vorbei. Zudem darf die gute schwäbischeKüche von Mama nicht fehlen. Auch ein Gläschen Rotwein oder ein kaltes Bier istwichtig. Aber am wichtigsten istdas „Renn-Eis“ am Vorabend eines Wettkampfes. Motto: Verfolge immer deine Ziele mit allen Kräften die du hast! Jochen Coconcelli Zwillingscraft Mountainbike Team Deutschland, Erfolge Sandra Klose Mountainbike Profi Zwillingscraft News und Infos, erfolgsbilanz / XC RACER "J-Master"